AB und Inbev fusionieren

Noch keine Bewertung

HLW Deidesheim – Jetzt ist der erwartete Biergiganten-Deal zwischen Belgien und Amerika perfekt. Nachdem InBev sein Angebot um 5 Dollar je Aktie auf 70 Dollar Ende vergangener Woche aufgestockt hatte, ist Amerikas Nr. 1 der Bierwelt - Anheuser Busch (AB) - in die Knie gesunken. Die Bierschlacht ging damit zu Ende bevor es zu einer feindlichen Übernahme kam. Wie schon vergangene Woche in infodienst.de; Getränke-Newsletter online vermutet: Geld regiert die Welt hat sich mal wieder bewahrheitet. Für den Kaufpreis von über 52 Mrd. Dollar oder umgerechnet 32,7 Mrd. Euro verleiben sich die Belgier AB ein. Damit entsteht unter dem Namen "Anheuser-Busch InBev" der weltweit größte Bierkonzern mit nahezu eine halbe Milliarde hl Bierabsatz (aktuell 460 Mio. hl) und Einkünften in Höhe von umgerechnet 26,6 Mrd. Euro. Laut Inbev wird die Transaktion bis 2011 zu Synergieeffekten von jährlich 1,5 Mrd. Dollar führen. InBev CEO Carlos Brito soll CEO der fusionierten Unternehmen werden. St. Louis, Missouri wird - wie schon im Vorfeld angekündigt - das nordamerikanische Hauptquartier des neuen Bierriesen sein und die weltweite Heimat des neuen Bierflagschiffs Budweiser. Diversifiziert werden soll das neue Unternehmen in die fünf Top-Märkte: China, USA, Russland, Brasilien und Deutschland. Neben Budweiser sind Stella Artois und Beck’s die zukünftigen Top-Marken. Dem Kauf zustimmen müssen allerdings noch die Aktionäre und die Behörden.