Der Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure (BSI) setzt auf Information und Aufklärung der Verbraucher, auf gezielte Prävention und funktionierende Selbstregulierung der Werbung statt auf Verbote. Laut BSI lässt sich kein kausaler Zusammenhang zwischen Werbung und Missbrauch von alkoholhaltigen Getränken feststellen. Eine kausale Verbindung zwischen Werbung und jugendlichem Alkoholkonsum wurde anlässlich der Veröffentlichung des Drogenberichtes am 5. Mai 2008 in Berlin vorgetragen. Führende Wissenschaftler wie Prof. Dr. Reinhold Bergler, Psychologisches Institut der Universität Bonn, erklärt hierzu: „Der Alkoholwerbung kommt keine Auslösefunktion für den Beginn des Alkoholkonsums im Jugendalter zu. Die Auslösebedingungen für den Besinn des Alkoholkonsums sind zentral in der Qualität der Eltern-Kind-Beziehung begründet." Aktuell belegen verschiedene Studien (HBSC-Studie „Health Behaviour in School-aged Children", die ESPAD Studie 2007, Studie SCHULBUS Hamburg 2008), dass Alkoholkonsum bei Jugendlichen insgesamt rückläufig ist. Gleichwohl konsumiert eine kleine Gruppe Jugendlicher zunehmend riskant und missbräuchlich alkoholhaltige Getränke. Um diese Zielgruppe effektiv zu erreichen, fordern Suchtexperten und Psychologen individuell zugeschnittene und gezielte Maßnahmen (wie zum Beispiel „Klartext reden!" und „Schulungsinitiative Jugendschutz"). Jugendliche, die alkoholhaltige Getränke missbräuchlich konsumieren, lassen sich in der Regel durch Einschränkung der Werbung wenig beeindrucken.