Die deutschen Brauer haben mit ihrem frisch gewählten Präsidenten Wolfgang Burgard (www.brauer-bund.de) eine neue Ära eingeleitet. „Der deutsche Biermarkt wird seit Jahren kleiner, der Wettbewerb zwischen den 1.302 Braustätten steigt. Änderungen im Konsumverhalten der Bevölkerung sowie die soziodemographische Entwicklung sorgen dafür, dass der Alkoholkonsum seit Jahren stetig sinkt. Dieser Trend macht weitere staatliche Regulierungen und Einschränkungen überflüssig. Der mündige Bürger und Verbraucher reguliert den Markt überwiegend eigenständig. Die rückläufige Absatzentwicklung in den ersten vier Monaten dieses Jahres um 1,8 Prozent stellt alle Akteure in der Zukunft vor Herausforderungen, jedoch bieten Tradition wie auch Innovationen Chancen für die Brauer“, so der neue Chef des Deutschen Brauer-Bundes e.V., anlässlich der Jahrestagung und -pressekonferenz seines Verbandes heute in Berlin. Der deutsche Bierexport stieg 2007 zwar um 4 Prozent, was zeigt, wie beliebt das deutsche Bier im Ausland ist. Anderseits hat die positive konjunkturelle Entwicklung in Deutschland und der Expansionskurs der deutschen Wirtschaft leider 2008 bislang keinen Sog auf die Branche ausgeübt. "Die gestiegenen Lebenshaltungskosten haben sich ebenso auf den Biermarkt ausgewirkt wie Rauchverbote in der klassischen Gastronomie“, so Burgard weiter. Im Hinblick auf die alkoholpolitische Ausrichtung in Teilen der Bundespolitik und einigen beratenden Organen, wie dem Drogen- und Suchtrat, fordert Burgard dazu auf, von Plänen Abstand zu nehmen, Werbe- und Sponsoringverbote und Abgabebeschränkungen einführen zu wollen und Steuererhöhungen für Produkte oder ganze Bereiche in Erwägung zu ziehen. „Schon heute sind die Brauer mit etlichen Initiativen in den Bundesländern aktiv. Wir werden diese Aktivitäten verstärken und uns vor allem auf folgende Punkte konzentrieren. Denn wir wissen, allein mit Gesetzen können wir das Problem nicht lösen, auch neue Gesetze helfen da wenig. Vielmehr müssen wir im Bereich der Vorbeugung und Aufklärung arbeiten“, ergänzt der Präsident des DBB. Für ihn bieten bestehende Gesetze bieten einen ausreichenden Handlungsspielraum, um Missbrauch zu ahnden und einzudämmen. Die deutschen Brauer werden auch weiterhin ihrer gesellschaftspolitischen Verantwortung gerecht werden und den Dialog mit der Politik auf breiter Ebene verstärkt fortsetzen. Das Angebot der Kanzlerin, für diese gesellschaftspolitische Aufgaben Lösungen zusammen mit weiteren Verbänden an einem runden Tisch zu finden, will er nachhaltig unterstützen und vorantreiben. Einsetzen will er sich auch zur Verbesserung des Bierimages in Deutschland.