Federweißer Lese in der Pfalz angelaufen

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HLW Deidesheim – Die Weinlese in Deutschlands größtem Weinbundesland hat begonnen. In der Region Pfalz wurden heute der erste Federweiße beim Weingut Nett aus Geinsheim eingefahren. Gelesen wurde die Sorte Ortega mit einem Mistgewicht von 79 Grad Oechsle. Riesling kommt derzeit auf 40 Grad Oechsle, Dornfelder auf 50. In Folge können sich die Winzer - wenn das Wetter mitspielt und es trocken bleibt in den nächsten Wochen - auf einen guten bis sehr guten Weinjahrgang einrichten. Die Hauptlese startet voraussichtlich in 3 bis 4 Wochen. Pro Tag verbessern sich die Oechsle-Werte um den Wert 1 bis 1,5 Grad. Lediglich einige starke Hagelschäden vor allem zwischen Deidesheim und Neustadt-Mussbach trüben bislang das durchweg positive Bild in der Region Pfalz. „Der Jahrgang ist auf den Spuren des hervorragenden Herbstes 2007", sagte Reinhard Bossert, Vizepräsident des Weinbauverbands Pfalz und Vorstandsmitglied der Pfalzwein-Werbung bei der traditionellen Weinlese-Eröffnung der Pfalz im Weingut Nett. Er rechnet mit einem Jahrgang ähnlich wie in 2005, etwas unter Vorjahr. Die stellvertretende Vorsitzende der Pfalzwein-Werbung, Landrätin Theresia Riedmaier, rechnet wie Dr. Jürgen Oberhofer vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz (DLR) mit einer Erntemenge, die in etwa dem langjährigen Durchschnitt von 2,4 Millionen Hektolitern entspricht. Die Preise sollen sich auf Vorjahresniveau bewegen. Gerhard Nett will seinen Federweißen zum Preis von 1,50 Euro je Liter vermarkten. Insgesamt haben sich 18 Pfälzer Weingüter auf die Produktion von Federweißen spezialisiert. Jährlich werden etwa 1,5 Millionen Liter Ferderweißer vermarktet, Im Trend liegt zunehmend „Federroter". Die Pfalz ist damit mit weitem Abstand Spitzenreiter unter den deutschen Anbaugebieten. Federroten wird vorwiegend aus den Rebsorten Regent oder Dornfelder hergestellt. Der Weinjahrgang 2008 ist auf einem guten Weg hat 80 Prozent der Strecke Richtung olympischen Gold erfolgreich zurückgelegt.