Champagner weltweit weniger nachgefragt – Deutschland im Plus

Weltweit wurden im vergangenen Jahr 6,53 Mio. Flaschen Champagne weniger von Reims und Epernay aus in über 190 Länder versendet: 306,04 Mio. Flaschen bedeuten ein Minus von 2,1 gegenüber 2015 (312,56 Mio. Flaschen). Der weltweite Umsatz ging dagegen nur um 0,6 zurück, was einen höheren Umsatz pro Flasche bedeutet. Deutschland und Österreich haben 2016 mehr Champagne geordert. Das teilte der Champagne-Gesamtverband Comité Champagne im Rahmen der ProWein in Düsseldorf mit, wo er die Marktdaten der wichtigsten Absatzmärkte präsentierte. Die Winzer und Häuser der Champagne lieferten 2016 nach Deutschland plus 4,9% oder 581.273 Flaschen mehr nach Deutschland. Insgesamt wurden 12,49 Mio. Flaschen über den Rhein geliefert. Deutschland ist damit nach Absatzmenge weltweit der Exportmarkt Nummer drei für die Champagne. Auch die Champagne-Lieferungen nach Österreich sind 2016 im Plus: 79.385 Flaschen oder 6,4 mehr als im Vorjahr. 2015 wurden 1,23 Millionen bestellt, diese Zahl stieg nun auf 1,31 Mio. Flaschen. Dagegen bestellte die Champagne-Kunden in den EU-Ländern insgesamt 3,5% weniger Champagne in 2016 und erhielten 77,31 Mio. Flachen geliefert. Nur in Frankreich selbst, in Großbritannien und in den USA wird noch mehr Champagne als in Deutschland getrunken. Der Absatz der Häuser und Winzer der Champagne in Frankreich ging allerdings 2016 um 2,4% auf 157,95 Mio. Flaschen zurück, was einem Gesamtanteil von 51,6% (im Vorjahr 51,8) am Champagne-Absatz entspricht. Was den Umsatz der Champagne-Winzer und -Häuser betrifft entwickelte sich dieser auf dem deutschen Markt mit plus 3,4% positiv, in Österreich sogar um 8,9%. Als Hauptgrund für den weltweiten Rückgang sieht Co-Präsident Jean-Marie Barillere vom Gesamtverband die starke Konkurrenz aus Spanien (Cava) und Italien (Prosecco), weniger der in Deutschland trendigen Crémants. Wachstumsmärkte sind für ihn vor allem China und Indien. Im Trend liegt weiterhin der Champagne in Rosé mit 8,6% Wachstum auf nunmehr 10,4% Anteil am Gesamtabsatz. -hlw

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