Schorle oder was?

Die Schorle aus Wasser und Wein ist beliebt. Doch bei Wasser und Wein, machen die meisten einiges falsch. Denn der Weintrinker schenkt sich beim Wasser zum oder auch im Wein üblicherweise das ein, was sonst ebenfalls gefällt, also still, medium, spritzig oder das „Kranwasser“ aus dem Wasserhahn. Ohne Rücksicht darauf, welche Art von Wein konsumiert wird. Leider ist dieselbe Vorgehensweise auch in vielen Restaurants üblich. Doch die Auswahl des Wassers will ebenso bedacht sein wie die des Weines. Selbst exklusive Spitzenweine können ihre Qualität mindern, wenn dazu ein Wasser getrunken wird, das mit dem Wein nicht entsprechend harmoniert. „Dem Wein kann man das Wasser reichen, aber das Richtige!“ sagt Andrea Vestri von der European Wine Education (www.eurowine-education.de). Wasser zum guten Wein ist also kein Fauxpas. Im Gegenteil, das passende Wasser zum Wein ist eine geschmacksformende und optimale Ergänzung. Wasser und Wein gehören für Vestri durchaus zusammen. Man kann Wasser und Wein auf verschiedene Weisen zusammenführen: Wasser in den Wein, die typische Weinschorle oder Wasser zum Wein. Für beide Verwendungsarten gilt, dass Wasser und Wein sich gegenseitig geschmacklich beeinflussen.
Auf Folgendes sollte bei der richtigen Wein-Wasser-Auswahl geachtet werden:
• Ein mineralisiertes Wasser mit mittlerem Kohlensäuregehalt harmoniert sehr gut mit trockenen Weißweinen, da deren Säure noch mehr an Frische gewinnt.
• Tanninbetonte Rotweine dagegen vertragen am besten ein stilles Wasser. Denn die Kohlensäure würde den leicht bitteren Geschmackseindruck der Tannine nur noch weiter intensivieren.
• Mineralwasser mit viel Kohlensäure ist ein idealer Begleiter zu sehr lieblichen Weinen. Es ist ein idealer Puffer für die Süße und unterstreicht die Säure auf angenehme Weise.
• Die Weinaromen entfalten sich intensiver, wenn die Temperatur des Wassers um etwa 2°C unter der des Weines liegt. Es sollte nicht zu kalt sein, da sonst das Geschmacksempfinden beeinträchtigt wird.

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