Verband Pfälzer Klein- und Obstbrenner rüstet Brenner für Nach-Branntweinmonopolzeit

Das Ende des Branntweinmonopols in Deutschland naht. Die letzte Abfindung von Alkohol muss bis 30. November 2017 erfolgen. 2,5 Mio. Liter werden 2017 allein im Südwesten erwartet. Ab 2018 soll EU entsprechend ein neues Alkoholsteuergesetz in Form eines neuen Besteuerungsverfahrens plus Verordnung in Kraft treten. Positiv: Die Verordnung enthält viele Detailregelungen, die einen „unbürokratischen, reibungslosen Vorgang sichern“, so Dietmar Jacobs Direktionspräsident der Generalzolldirektion Südwest, am 10. März vor rund 100 Vertretern der Kleinbrenner bei der Jahreshautversammlung in Ilbesheim unter Leitung von Otto Hey. So bleibt beispielsweise die Inhabererlaubnis widerruflich erhalten bis 31.12.2020 und das „Brennbuch“ entfällt zukünftig. Zukünftig gilt nur der Begriff Abfindungsbrennerei, die ihren Alkohol steuerfrei an Steuerlager abliefern können oder selbstvermarkten. Aus steht noch die endgültige Festlegung zulässiger Rohstoffe zum Brennen. Viele Regelungen sind unter www.zoll.de nachlesbar. Gerald Edrich, Geschäftsführer vom Bundesverband der Deutschen Kleinbrenner (Foto re) meinte in seinem Vortrag: „Es geht großzügig weiter!“ Aktuell gibt es noch rund 16.000 Kleinbrenner in Deutschland, davon rund 1.500 in der Pfalz. Erdrich rechnet damit, dass die Zahl noch weiter sinken wird. -hlw