PricewaterhouseCoopers (PwC), weltweit agierende Unternehmensberatungsgesellschaft und Vorausdenker, hat einen Studie zu den Auswirkungen des Klimawandels auf Handel und Konsumgüterindustrie unter dem Titel "Schlagwort oder Wirklichkeit?" herausgebracht. Gerd Bovensiepen, Denitza Hadjinikolova, Dr. Stephanie Rumpff und Dr. Christian Wulff ermittelten unter Mitarbeit von Sebastian Schaubeck auf 40 Seiten die wesentlichen klimabedingten Chancen und Risiken für die genannten Branchen. Die Untersuchung basiert auf Interviews mit Führungskräften aus Unternehmen, die in wichtigen Subsektoren dieser Branchen eine marktführende Stellung in Deutschland haben. Die Unternehmen sind sowohl direkt als auch indirekt vom Klimawandel betroffen. Laut Studie können extreme Wetterereignisse wie Orkane oder Überschwemmungen zu Beeinträchtigungen der Rohstoffverfügbarkeit, Produktionsstörungen bzw. -ausfällen und Transportverzögerungen führen. Bei zunehmenden Wetterschwankungen wird die Nachfrage nach wetter- und saisonabhängiger Ware volatiler. Indirekt wirkt sich der Klimawandel im Wesentlichen über drei Effekte aus: Zunahme und Verschärfung der klimabezogenen Regulierung; Anstieg der Rohstoff- und Energiepreise und Änderung im Nachfrageverhalten von Konsumenten hin zu Produkten, Unternehmen oder Einkaufsstätten, die als klimafreundlich wahrgenommen werden. Insbesondere börsennotierte Handels- und Konsumgüterunternehmen werden über kurz oder lang nicht umhin können, sich mit dem Klimawandel auseinanderzusetzen und relevante Informationen wie ihren CO2-Ausstoß offenzulegen. Es ist vorstellbar, dass Klimaaspekte und -daten mittelfristig auch bei der Kreditvergabe an nicht börsennotierte Unternehmen eine Rolle spielen werden. Im Ergebnis führen die meisten der genannten Effekte zu steigenden Kosten, die nicht selbstverständlich an die Konsumenten weitergegeben werden können. Der Klimawandel eröffnet Handel und Konsumgüterindustrie aber auch neue Chancen ihre Marktposition durch klimabewusste Produkt- und Dienstleistungsinnovationen zu verbessern und sich dadurch zusätzliche Ertragspotenziale zu erschließen. Fazit: Handels- und Konsumgüterunternehmen können und müssen schnell handeln. Die direkten und indirekten Auswirkungen des Klimawandels können nicht mehr ignoriert werden. Die komplette Studie ist im Internet unter www.pwc.de/de/retail-consumer kostenfrei geordert werden.