Ei, Ei, Ei im Schnaps scheint sicher

Deidesheim: Der Eierskandal zieht derzeit von Belgien aus weite Kreise innerhalb der EU. Das Insektizid Fipronil wurde verwendet, belastet Millionen von Eiern. Sie wurden bereits vielfach vom Markt genommen, vernichtet. Der Handel hat nicht nur Eier sondern teilweise auch Produkte, die mit Frischeiern wie Feinkostsalate produziert wurden, aus den Regalen genommen. Da stellt sich nun die Frage: Ist auch der beliebte Eierlikör betroffen? Der Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure e. V. (BSI) in Bonn geht nicht davon aus, dass Mitgliedsfirmen betroffen sind, heißt es in einer Stellungnahme zu einer Anfrage von infodienst.de bezüglich des aktuellen Eierskandals. Auch der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL) habe bezüglich Analysen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) wie folgt informiert: „Das BfR hat hierbei nochmals bestätigt, dass von Fipronil-Gehalten in Hühnereiern bis 0,72 mg/kg kein gesundheitliches Risiko, weder für Erwachsene noch für Kinder, ausgeht.“ Es wurde auch mitgeteilt, dass die Analysenergebnisse, die bislang in Deutschland für niederländische und deutsche Eier vorliegen, deutlich unter diesem Wert liegen. Auch seitens Minister Schmidt wurde mitgeteilt, dass ein akutes Risiko praktisch ausgeschlossen werden kann, es jedoch nicht hinnehmbar sei, dass eine nicht in der Nutztierhaltung zugelassene Substanz bei Legehennenbeständen eingesetzt wurde. Klargestellt wurde allerdings auch, dass Grundlage zum Umgang mit dem Fall das ‚Vorsorgeprinzip‘ sei.
Verpoorten Eierlikör ohne Beanstandung
Eine Stellungnahme von Deutschlands großen Eierlikörproduzenten Verpoorten zum Eierskandal besagt keine Beanstandung. Darin heißt es: „Wir können Ihnen mitteilen, dass unsere eigenen Untersuchungen und die zusätzlich beauftragten Analysen – durchgeführt von einem akkreditierten Fremdlabor – die Verkehrsfähigkeit unseres Verpoorten Original erfreulicherweise schnell bestätigt haben. Die Ergebnisse der durchgeführten umfangreichen Untersuchungen gelten gleichermaßen für sämtliche in 2016 und 2017 ausgelieferten Produkte.“ Entwarnung also zumindest für Ei, Ei, Ei… aus Bonn. -hlw

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