Lenz Moser schreibt Wein(fass)geschichte

Über lange Zeit wurde dieser Schritt im Hause Lenz Moser sorgfältig vorbereitet: Ende Juni 2017 erfolgte mit dem Aufbau des neuen 1.000-Eimerfasses der erste Teil eines epochalen Ereignisses. Viele Jahrzehnte schlummerte im Weinkeller von Lenz Moser ein historisches 1.000-Eimerfass, dessen Fassboden aufwändige Schnitzarbeiten zierten. Seine Zeit als Reifebehältnis für Wein hatte dieses 56.500 Liter fassende Juwel längst hinter sich. Für den Chefönologen Ing. Ernest Großauer wurde das Fass bei seiner täglichen Arbeit immer mehr zur Inspiration. Wie könnte diesem Schmuckstück neues Leben eingehaucht werden? Das Holzfass an sich – in Form von Barriques und Gebinden mit einigen Tausend Litern Fassungsvermögen – hatte seit jeher einen großen Stellenwert. Somit reifte langsam der Entschluss, dem 1.000-Eimerfass seine einstige Bedeutung zurückzugeben. Das Fass selbst sollte erneuert werden, der kunstvoll geschnitzte Fassboden weiterhin die Betrachter erfreuen. Auch die Handhabung des Gewichts von 13.000 Kilogramm des leeren Fasses musste von der gesuchten Fassbinderei zu bewältigen sein. Umso größer war die Freude, dass alle komplexen Anforderungen von der Firma Pauscha Austria Fassbinderei since 1875 erfüllt wurden. Das passende Eichenholz für dieses Großprojekt fand sich in heimischen Wäldern und wurde in den Jahren 2009 und 2010 vom Stift Klosterneuburg geschlägert. Ende Juni 2017 erfolgte nun der Aufbau des neuen 1.000-Eimerfasses in der Weinkellerei. Im Herbst 2017 wird es erstmals befüllt – vorgesehen sind dafür Blauer Zweigelt, Merlot und Cabernet Sauvignon aus den von Moser bewirtschafteten Weingärten des Schlossweinguts Souveräner Malteser Ritterorden in Mailberg. Den krönenden Abschluss bildet die feierliche Einweihung mit Taufe und Segnung des 1.000-Eimerfasses. Dieses Zeremoniell findet im Rahmen des Lenz Moser Herbstfests im kommenden November statt.

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