Obst mit illegalen Pestiziden gespritzt

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Nach einer aktuellen Greenpeace-Studie verheimlicht die Verbraucherbehörde verbotene Agrargifte im Ernährungsbereich. Darunter auch bei Obst. Von 2176 belasteten Obst-, Gemüse- und Getreideproben aus Deutschland, enthielten 199 Proben illegale Pestizide. Deutsches Obst, dass auch seinen Weg in Säfte und Schorlen findet, ist danach häufig mit illegalen und besonders gesundheitsschädlichen Pestiziden belastet. Insgesamt 59 in Deutschland verbotene Agrargifte spürten die Greenpeace-Experten in den behördlichen Untersuchungsergebnissen auf. 21 davon sind in der ganzen EU verboten. Drei Viertel dieser illegalen Wirkstoffe gelten als besonders gesundheits- und umweltschädlich. Dies geht aus einer Untersuchung von Greenpeace hervor, die auf Daten des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) basiert. Neun Prozent (199 von 2176 Proben) der im Jahr 2006 behördlich nachgewiesenen Pestizide haben in Deutschland keine Zulassung. Die meisten illegalen Pestizide befanden sich unter anderem bei Obst in Himbeeren (18 Prozent der Proben), sowie Birnen und Johannisbeeren (6 bis 8 Prozent der Proben). In sechs Proben wurde die sogenannte akute Referenzdosis für Pestizide der Weltgesundheitsorganisation überschritten. Derart belastete Lebensmittel können bei Kindern akute Gesundheitsschäden hervorrufen. Greenpeace hat die im Frühjahr 2008 veröffentlichten Daten ausgewertet, da das BVL seine Analysen nicht selbst auf illegale Pestizide überprüft. Manfred Krautter, Chemieexperte von Greenpeace: "Es ist ein Skandal, dass die oberste deutsche Verbraucherschutzbehörde ihre eigenen Labordaten nicht auf illegale Pestizide untersucht. So werden schwere Rechtsbrüche der Landwirte verdunkelt anstatt aufgeklärt."