Domaine des Féraud oder das dritte Leben des Markus Conrad

Der frühere Tchibo-Chef Markus Conrad hat mit dem eigenen Weingut Domaine des Féraud hat – rund 30 km vor den Toren Saint Tropez gelegen – vor sieben Jahren sich einen neuen Lebensabschnitt erfüllt. Elf Jahre leitete er die Geschäfte von Tchibo, einem der größten Konsumgüter- und Einzelhandelsunternehmen Deutschlands. Bis er an seinem 50. Geburtstag beschloss, sich einen neuen Traum „Neuwinzer“ zu verwirklichen. 2011 übernimmt er die Domaine des Féraud von den Erben Louis Fourniers. Ein Blick auf sein Projekt zeigt, dass das eigene Weingut mit 25 Hektar Weinbergen keineswegs nur eine Investition ist, sondern eine wahre Herzensangelegenheit des ehemaligen Kaffeemanns. Seit Jahren liebt er die Provence, das Meer, das Licht, die Landschaft und – nicht zu vergessen – die mediterrane Küche und vor allem den Rosé – wie sein eigener 2017 Rosé „Cuvée Prestige“. Die Domaine des Féraud ist Bio-zertifiziert. Eine intensive Bodenbearbeitung zählt zu den täglichen Arbeiten, wie die ausschließlich organische Düngung, der vollständige Verzicht auf Pestizide sowie die intensive Pflege der Biodiversität auf der gesamten Domaine auch dort, wo keine Reben stehen. Auch im Keller verzichtet man soweit möglich auf Zusätze. Der erste schwefelfreie Naturwein kam gerade auf den Markt.

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VDGE feierte hochsommerliches Jubiläum

Es ist schon ein paar Tage her, doch diese Nachlese muss sein. Am 24. Juli feierte der Verband des Deutschen Getränke-Einzelhandels (VDGE) mit Sitz in Ascheberg sein 35-jähriges Bestehen. Der VDGE war auf Initiative von Wolfgang Brügel, Gründer und damaliger Geschäftsführer der Fristo Getränkemärkte, im Jahre 1983 in Nürnberg aus der Taufe gehoben worden und setzt sich von Anfang an für die Interessen seiner mittelständisch geprägten und regional stark verwurzelten Mitglieder ein – allen voran für das ökologisch vorteilhafte Mehrwegsystem. Über 80 Gäste waren der Einladung von Vorstand Andreas Vogel nach Bayreuth gefolgt, um bei hochsommerlichen Temperaturen in der beeindruckenden Atmosphäre des „Liebesbier“ das Jubiläum gemeinsam zu zelebrieren. Wichtige Wegbegleiter des Verbandes, wie z. B. die Vertreter der „Mehrweg-Allianz“, welche sich aus dem Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels, dem Verband Private Brauereien, dem Verein Pro Mehrweg, der Stiftung Initiative Mehrweg sowie der Deutschen Umwelthilfe zusammensetzt, waren vor Ort. Auch die seit 1.1.2018 mit dem Verband kooperierenden Förderpartner (Coca Cola, Danone Waters, Franken Brunnen, Gerolsteiner, Hassia-Gruppe, Kulmbacher, Maisel, meistro Energie, Nestle Waters, Paulaner, Radeberger, Rhönsprudel, Tomra und Veltins) waren nahezu vollständig vertreten. In seiner Begrüßungsrede ging Vogel vor allem auf die wichtige Rolle von Verbänden im heutigen, digitalen Zeitalter ein. Die erfolgreiche regionale Verankerung der VDGE Mitgliedsunternehmen spiegele sich laut Vogel auch in den Umsatzzahlen wider, die für das Jahr 2017 mit 1.950 Mrd. Euro um 4,0 % höher gegenüber dem Vorjahr und damit deutlich über den Vergleichswerten insbesondere der nicht filialisierten Getränkeeinzelhändler lagen. Vogel schloss seine Rede mit der Würdigung seines Vorgängers, Sepp Gail, der den VDGE rund 15 Jahre aktiv leitete und in dieser Zeit den Weg für die erfolgreiche Weiterentwicklung geebnet hatte. Hierfür erhielt Gail die Ehrenmitgliedschaft des Verbandes. Im Rahmen der internen Mitgliederversammlung informierte Vogel, über aktuelle Marktentwicklungen aus den Bereichen Bier, AfG und Gebinde und stellte auch das neue Logo des Verbandes vor. Darüber hinaus standen verbandsinterne Themen ebenso auf der Agenda wie aktuelle wichtige, politische Themen aus den Bereichen Mehrwegschutz und Kennzeichnungspflicht. Am frühen Abend folgte eine informative und kurzweilige „Bierkutscher-Führung“ durch die Bayreuther Altstadt mit markanten Haltepunkten und Anekdoten zur Bayreuther Bier-Historie. Tagungsgastgeber, Jeff Maisel, Geschäftsführer der Brauerei Maisel, hob bei seinem sehr persönlichen Grußwort auf der Tagung die Bedeutung des professionell geführten, filialisierten Getränke-Fachmarktbereiches als wichtigen Partner noch einmal explizit hervor. Die nächste VDGE Mitgliederversammlung findet auf Einladung der Cölner Hofbräu P. Josef Früh KG am 23. Juli 2019 in Köln statt.

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Weltweit wachsende Nachfrage nach Convenience-Produkten

Verbraucher suchen weltweit vermehrt nach „Convenience“-Produkten, die das Leben vereinfachen und bequem sind. Vor allem der hektische Alltag und die zunehmende Vernetzung spielen eine immer wichtigere Rolle bei Kaufentscheidungen. Das zeigen neue Trendergebnisse einer Nielsen-Studie „The Quest for Convenience“. Mehr als ein Viertel der weltweiten Verbraucher gibt an, nach Produkten Ausschau zu halten die ihnen das Leben erleichtern (27%) und bequem zu bedienen sind (26%), während etwa jeder fünfte Verbraucher nach Produkten sucht, die für kleine Haushalte geeignet (20%) und auf einen bestimmten Bedarf zugeschnitten sind (19%). 6 Trends sind es vor allem, die die Entwicklung verstärken:
• Urbanisierung
• Schrumpfende Haushaltsgrößen
• Dichter Stadtverkehr
• Sich verändernde Geschlechterrollen
• Generationenbedürfnisse
• Zunehmende Verbreitung von Technologien
Allein ein Drittel (33%) der weltweiten Verbraucher nutzen Restaurants oder Lieferdienste (11% mindestens einmal pro Woche). Eine Nielsen E-Commerce-Studie (www.nielsen.de) in 30 Ländern schätzt zudem, dass die FMCG-Online-Verkäufe fünfmal schneller wachsen als die Offline-Verkäufe. Bis 2020 wird der weltweite FMCG-E-Commerce Umsatz mehr als 400 Milliarden US-Dollar betragen und 10-12 Prozent des gesamten FMCG-Marktanteils ausmachen.

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Weine von La Gomera

Es ist nur wenig bekannt: Aber auf der kleinen, spanischen Kanareninsel La Gomera wird auch Wein produziert. Insgesamt 120 Hektar Rebfläche werden auf La Gomera bebaut. Das Weinanbaugebiet trägt seit 2009 das spanische Herkunftssiegel „Denominación de Origen“ und teilt sich in drei Bereiche auf: Hermigua-Agulo im Norden, Vallehermoso im Westen und Valle Gran Rey-Alajeró im Süden. Insgesamt 14 Weingüter, Bodegas genannt, produzieren etwa 300.000 Liter pro Jahr, überwiegend Weißwein-Sorten. Zu den gomerischen Rotweintrauben zählen Listán Negro, Negramoll, Castellana und Tintilla. In Deutschland können die Gomera-Weine in verschiedenen Online-Shops bestellt werden.

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Mauritius Brauerei in neuen Händen

Die Dinkelacker-Schwaben Bräu GmbH & Co. KG aus Stuttgart und der 49-jährige Jörg Dierig übernehmen rückwirkend zum 1. Januar 2018 die Mauritius Brauerei in Zwickau. Sie feiert 2019 ihr 160jähriges Bestehen und gilt als eine der leistungsfähigsten Braustätten Sachsens. Die bisherigen Gesellschafter Rainer Otto (63) und Werner Weinschenk (64) übergeben ihr Unternehmen (www.mauritius-brauerei.de) zu 100 Prozent an die neuen Eigentümer. Geschäftsführender Gesellschafter wird Jörg Dierig, seit vielen Jahren in leitenden Funktionen in Unternehmen der Bier- und Getränkebranche tätig, zuletzt bei Oettinger. Für Dierig bedeutet sein Einstieg in Zwickau eine neue Herausforderung als Unternehmer. Der Ausstoß der Brauerei bewegt sich mit acht Bierspezialitäten, angeführt von Mauritius UrZwickauer Pilsener, nach Schätzungen im unteren bis mittleren sechsstelligen Hl-Bereich. Dierig tritt seine neue Aufgabe am 1. September an und wird in den folgenden Monaten noch von Werner Weinschenk begleitet. Rainer Otto geht nach 28-jähriger Betriebszugehörigkeit am 31. August krankheitsbedingt in den Ruhestand. Für die Familienbrauerei Dinkelacker ist der mehrheitliche Einstieg bei Mauritius ein wiederholtes Engagement, denn die Zwickauer gehörten von 1990 bis 2004 komplett zu den Stuttgartern. In dieser Zeit wurde die Brauerei mit erheblichen Investitionen komplett erneuert. Die Herren Otto und Weinschenk, seit dem Jahr 2000 Geschäftsführer, übernahmen die Brauerei 2006 als Gesellschafter und führen diese bis heute erfolgreich. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Herrn Dierig und dem bewährten Team in Zwickau und sind der festen Überzeugung, die Brauerei erfolgreich weiterzuführen, wovon beide Unternehmen profitieren werden“, so Christian Dinkelacker, Gesellschafter und Beiratsvorsitzender der Dinkelacker-Schwaben Bräu GmbH & Co. KG.

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