Bierige Fußball-Analyse 2018

Die Fußball-WM für Deutschland endete vorzeitig, die Spieler waren wohl nicht durstig genug nach Sieg. Doch die WM geht weiter und eine Fußball-Weltmeisterschaft beflügelt nicht nur die Fußball-Laune, sondern in der Regel auch das Geschäft im Lebensmitteleinzelhandel. Der Umsatz und Absatz ist dabei durchaus so schwankend wie die Leistung der deutschen Nationalelf. Denn auf gemeinsame Fußballabende bereiten sich die Deutschen mit einem Einkauf vor. Vor allem Bratwurst sowie Bier und Biermixgetränke werden gekauft. Seit 2010 lag der deren Verkauf deutlich höher, als in den Jahren, an denen keine WM oder EM stattfand. Auch salzige Snacks landen zum Fußballgucken oft im Einkaufskorb. Das sind die Ergebnisse der Nielsen-Fußballanalyse 2018. Darin hat Nielsen untersucht, wie sich die Ausgaben für die sogenannten fußballaffinen Lebensmittel (etwa Bier, Grill-Gut, Knabberzeug und Süßigkeiten) in den Wochen zu und nach den WMs und EMs der vergangenen acht Jahre im Lebensmitteleinzelhandel verändert haben. „Fußball-Events wie Weltmeister- oder Europameisterschaften kurbeln den Verkauf von fußballaffinen Lebensmitteln an,“ fasst Kai-Jürgen Klatt, Lebensmittel-Experte und Senior Client Business Partner bei Nielsen Deutschland, zusammen. Fazit aber auch: Je weiter die deutsche Elf in einem Turnier kommt und je besser Spielzeit und Wetter sind, desto höher sind Absatz und Umsatz von Bier, Würstchen, Chips und Co..Das Ausscheiden nach der Vorrunde aus dem Turnier wird wahrscheinlich also auch Auswirkungen auf den Lebensmitteleinzelhandel haben. Nach der nielsen-Analuyse liegt bei Bier und Biermixgetränken der Absatz im Lebensmitteleinzelhandel, in Getränkeabholmärkten und Tankstellen seit 2010 zur Fußballzeit meistens höher als in den Jahren, in denen im Sommer kein Fußballevent stattfindet. Besonderer Treiber: Die WM 2010 in Südafrika. Damals war die Absatzveränderung mit 15 Prozent am höchsten. Zum Vergleich: Bei der EM 2016 lag sie bei zwei Prozent und zur WM 2014 bei neun Prozent. 2012, zur EM in Polen, gab es sogar einen Rückgang von zwei Prozent. Hoffen wir also auf die nächste EM und WM.