Die Wahrheit hinter den drei gängigsten Fruchtsaft-Mythen

Fruchtsäfte galten lange Zeit und ohne Zweifel als uneingeschränkt gesunde Getränke. Und obwohl Deutschland beim Pro-Kopf-Verbrauch mit rund 22 Litern im Jahr noch immer Weltmeister ist, haben sich einige Mythen entwickelt, die das Zeug dazu haben, das gesunde Image zu beeinträchtigen. Verantwortlich dafür sind falsche Aussagen und Informationen zu Fruchtgehalten, Zuckerzusätzen und Verarbeitungsprozessen, die sich sowohl bei Verbrauchern, aber auch bei einem großen Teil von Ernährungsexperten festgesetzt haben. In einer aktuellen Online-Befragung von Nordlight research im Auftrag des Verbandes der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V. (VdF), der heute 182 Fruchtsafthersteller als Direktmitglieder vertritt, wird das sehr deutlich. Drei Irrtümer sind dabei besonders weit verbreitet.
• Mythos 1: Fruchtsaft wird Zucker zugesetzt
41 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass Fruchtsaft Zucker zugesetzt wird. Fakt ist: Fruchtsaft besteht nur aus dem Saft der gepressten Früchte! Jeglicher Zusatz von Zucker wurde bereits 2011 EU-weit verboten. Dies regelt die Fruchtsaftverordnung. Wie die Früchte selbst, enthält Fruchtsaft nur den fruchteigenen Zucker. Aufgrund seiner hohen Nährstoffdichte zählt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) Fruchtsaft nicht zu den Getränken, sondern zu den pflanzlichen Lebensmitteln. Daher sollte man Fruchtsaft auch nicht als Durstlöscher betrachten.
• Mythos 2: Fruchtsaft aus Fruchtsaftkonzentrat ist kein richtiger Saft
Dass Fruchtsaft aus Konzentrat kein richtiger Fruchtsaft ist, glauben sogar 81 Prozent der Befragten. Fakt ist: Saft ist gleich Saft! Denn ein Fruchtsaft besteht immer aus 100 Prozent Frucht. Dabei spielt es keine Rolle, ob er als Direktsaft oder als Fruchtsaft aus Fruchtsaftkonzentrat angeboten wird. Beide Angebotsformen müssen qualitativ gleichwertig sein und enthalten weder Farb- noch Konservierungsstoffe.
• Mythos 3: Fruchtgehalte von Fruchtsäften unterscheiden sich
Auch der letzte Mythos hält sich überaus hartnäckig. So glauben 54 Prozent der Befragten, dass Fruchtsaft nicht grundsätzlich aus 100 Prozent Frucht besteht. Fakt ist: Wo Fruchtsaft draufsteht, ist immer 100 Prozent Frucht drin! Aber nicht jede Frucht kann man als 100-prozentigen Fruchtsaft genießen. Früchte wie Sauerkirschen, Johannisbeeren oder auch Rhabarber sind von Natur aus sehr sauer. Aprikose, Mango und Banane sind sehr fruchtfleischhaltig. All diese Früchte werden nicht als Fruchtsaft, sondern als sogenannte Fruchtnektare im Handel angeboten. Der Mindestfruchtgehalt liegt zwischen 25 und 50 Prozent (je nach Fruchtart) ergänzt um Wasser und wird ebenfalls vom Gesetzgeber vorgegeben. Das Etikett gibt Auskunft über die genaue Zusammensetzung.
Weiterführende Informationen hält die Internetseite www.natuerlich-mit-saft.eu bereit.