Frucht- und Apfelglühweine verbuchen erneut Zuwachs

Noch ist es sonnig und warm. Doch der nächste Winter naht mit großen Schritten. In 11 Wochen steht die Adventszeit vor der Tür. Da ist schon jetzt Planung angesagt. Fruchtglühwein, Apfelglühwein und Fruchtpunsch sorgen für Abwechslung im Angebot an Wintergetränken. Fruchtglühwein wird zu 100 Prozent aus Fruchtwein hergestellt und je nach Rezeptur mit Nelken, Zimt und anderen Gewürzen verfeinert. Den Klassiker Apfelglühwein gibt es auch als Rosé-Variante, Bratapfel-Punsch und als Kombination von Apfel und Orange, Apfel und Birne bzw. Apfel und Stachelbeere. Neu sind z.B. auch Rezepturen mit Vanille, Ingwer oder Chili. Fruchtglühwein in Bio-Qualität wird ebenso angeboten wie aus Streuobst hergestellte Wintergetränke. Nach Angaben des Verbands der deutschen Fruchtwein- und Fruchtschaumwein-Industrie (VdFw; www.fruchtwein.org) konnten die fruchtigen Saisonspezialitäten 2017 mit einem erneuten leichten Absatzplus an das starke Ergebnis des Vorjahres anknüpfen. 2016 war der Inlandsabsatz an Fruchtglühwein und Punsch auf Apfel- bzw. Fruchtweinbasis um satte 20,2 Prozent von 7,57 Mio. Liter auf 9,1 Mio. Liter gestiegen. 2017 erreichte der Absatz rund 9,2 Mio. Liter – und das, obwohl der letzte Winter eher warm und nass und damit für den Abverkauf von Wintergetränken nicht ideal war. „Selbstverständlich ist ein ‚richtiger‘ Winter mit Schnee und nicht zu eisigen Temperaturen gut für das Fruchtglühweingeschäft. Doch den Winterspezialitäten der Apfel- und Fruchtweinhersteller gelingt es zunehmend, sich vom Wetterglück abzukoppeln“, so VdFw-Geschäftsführer Klaus Heitlinger. Die Top 3 im Sortiment sind Kirsch-, Heidelbeer- und Apfelglühwein. Holunder-, Schlehen-, Beeren-, Pflaumenglühwein und andere Varianten laden zum Probieren ein. Wer heiße Pflaumendrinks mag: Aufgrund des warmen und trockenen Frühjahrs wird die deutsche Ernte von Pflaumen und Zwetschen mit 60 500 Tonnen im Jahr 2018 sehr hoch ausfallen, berichtet aktuell das Statistische Bundesamt. Selbst im Vergleich zum Durchschnitt der letzten zehn Jahre (46 200 Tonnen) wird die diesjährige Pflaumenernte voraussichtlich fast ein Drittel höher ausfallen.