Fruchtsaftindustrie trotz Ernteausfälle weiterhin auf Erfolgskurs

Der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V. (VdF) in Bonn – er wurde 1951 gegründet – kann auf ein gutes Jahr 2017 seiner rund 345 Fruchtsaft-, Fruchtnektar-, Gemüsesaft- und Gemüsenektarhersteller zurückblicken. Auf seiner diesjährigen Mitgliederversammlung in Köln zog er diese Woche eine insgesamt eine positive Bilanz für das vergangene Fruchtsaft-Jahr 2017. „Trotz einer witterungsbedingten, leicht rückläufigen Produktionsmenge von 3,98 Mrd. Litern konnte die deutsche Fruchtsaft-Industrie den Branchenumsatz mit 3,54 Mrd. Euro in etwa halten“, so Klaus-Jürgen Philipp, Präsident des VdF. Der deutsche Pro-Kopf-Konsum von Fruchtsaft und -nektar ist mit 32 Litern weltweit Spitze, wenn dieser auch leicht hinter den beiden Vorjahren (2016 und 2015: 33 Liter) zurückliegt. Dem seit Jahren unangefochtenen Fruchtsaft-Welt- und Europameister folgen Norwegen (24,8 Liter) sowie die Niederlande (22,9 Liter), Österreich und die USA (mit jeweils 22,6 Litern). Während die Nachfrage nach klassischen Fruchtsäften und -nektaren aufgrund der steigenden Preise leicht rückläufig ist, bauen Smoothies und hochwertige Direktsäfte ihre Marktanteile kontinuierlich aus. Der beliebteste Fruchtsaft der Deutschen ist der Apfelsaft mit einem Pro-Kopf-Konsum von 7,6 Litern. Es folgen auf den weiteren Plätzen Orangensaft mit 7,4 Litern, mit deutlichem Abstand Multivitaminfruchtsaft (4,1 Liter) sowie Traubensaft (1,2 Liter) und Ananassaft (0,4 Liter). Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich seit einigen Jahren auch Gemüsesäfte und -nektare, die derzeit mit einem Pro-Kopf-Konsum von 1,8 Litern in der Rangliste stehen. Positiv ist die Entwicklung des brancheneigenen Glas-Mehrwegsystems. Zum zweiten Mal in Folge weist das System Wachstumsraten auf und liegt nun bei einem Marktanteil von 10 Prozent. Das verbandeigene System gibt es seit 45 Jahren und wird in Deutschland derzeit von rund 300 kleinen und mittelständischen Fruchtsaftunternehmen genutzt.