Wechsel an der Spitze von AB Inbev

Florian Weins (34) wird neuer Country Director für das Deutschlandgeschäft von Anheuser-Busch InBev. Er löst Harm van Esterik ab, der sich entschieden hat, das Unternehmen Ende März 2019 zu verlassen, um nach 25 Jahren im Unternehmen – die letzten zwei Jahre an der Spitze – neue Herausforderungen außerhalb von Anheuser-Busch InBev anzunehmen.
Florian Weins lenkt aktuell als General Manager die Geschäfte der Brauereigruppe auf den Kanarischen Inseln. Er startete im Sommer 2008 als Management Trainee bei AB InBev. Seitdem bekleidete er in Deutschland und Europa verschiedenste Funktionen im Unternehmen. Seit Sommer 2016 ist Weins als General Manager der Compañía Cervecera de Canarias für die Geschäfte von Anheuser-Busch InBev auf den Kanarischen Inseln verantwortlich.

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Deutscher Bierkonsum im Januar rückläufig

Da kocht die Brauerseele. Für die Brauer war der erste Monat des Jahres 2017 mit negativem Vorzeichen behaftet. Der Bierabsatz erreichte im Vergleich zum Vorjahresmonat nur rund 5,783 Mio. hl. Das ist ein Minus von 1,4 Prozent. Der steuerpflichtige Bierabsatz sank sogar um 2,9 Prozent auf rund 4,75 Mio. hl. Noch deutlicher verloren die Biermixes: Sie büßten 13,6 Prozent ein, erreichten nur 154.834 hl. Positiv aber zeigte sich der deutsche Bierexport in die weite Welt. Er überschritt mit 1,025 Mio. hl die Millionen-Schwelle im Januar, legte um 6 Prozent zu.
Derweil verliert der Weltbiergigant ABInbev an Biermenge. Fusionen bedeuten häufig Abschmelzverluste. Im Jahr 2016 hat Biergigant Anheuser-Busch InBev unter CEO Carlos Brito (Foto) insgesamt 500,242 Mio. hl Bier abgesetzt, darunter 439,158 Mio. hl eigene Marken. Der Gesamtabsatz verringerte sich damit um 2 Prozent, bei den eigenen Biermarken liegen die Verluste allerdings nur 1,4 Prozent niedriger. Eigentlich hätte der Zukauf von SABMiller für gut 600 Mio. hl Bier stehen müssen – wenn nicht die Kartellwächter auf Verkäufe gedrängt hätten. Der Umsatz erreichte so immerhin noch 45,517 Mrd. US-Dollar (43,25 Mrd. Euro), ein Plus von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wobei der Umsatz pro hl-Wachstum um 4,5% stieg. Der Umsatz im 4. Quartal legte aber nur um 0,2% zu. Die drei globalen Marken, Budweiser, Stella Artois und Corona wuchsen dabei um 6,5%. Budweiser allein legte weltweit um 2,8% zu. Auch Stella Artois und Corona entwickelten sich mit einem weltweiten Umsatzwachstum von 6,3% deutlich positiv. Die EBITDA-Marge sank im Vergleich zum Vorjahr um 92 Basispunkte auf 36,8%. Die Einkommensteuer im Jahr 2016 betrug 1,613 Mrd. USD (1,53 Mrd. Euro). Zwischen dem 1. April 2016 und dem 31. Dezember 2016 wurden im Zusammenhang mit dem SABMiller Deal im Geschäftsjahr 282 Mio. USD Synergien und Kosteneinsparungen realisiert. Dies geschah zusätzlich zu den 547 Mio. USD, die von SABMiller zum 31. März 2016 gemeldet wurden. AB InBev vermeldet dennoch ein veringertes Ergebnis je Aktie: Es sank auf von 5,20 USD im Jahr 2015 auf 2,83 USD (2,69 Euro) in 2016. Der AB InBev-Vorstand schlägt daher eine endgültige Dividende von 2,00 Euro je Aktie vor, vorbehaltlich der Aktionärsgenehmigung bei der Hauptversammlung am 26. April 2017. In diesem Jahr Im Jahr 2017 will ABInbev seine globalen Marken auf bisher unerschlossene Märkte erweitern und neue Wachstumschancen für das internationale Premium-Portfolio und lokale Renner (Beck’s) erkunden. Gebaut werden soll ein Unternehmen, das nicht nur für das nächste Jahrzehnt, sondern für die nächsten 100 Jahre bestehen kann. -hlw

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